Sabines Lasagne zu Weihnachten

kk

Grosser Erfolg mit der Lasagne


Ein Kochkreis, eine missglückte Lasagne und ein neues Weihnachtsessen

Als Jugendliche gründete Sabine mit Freunden in Neu-Isenburg einen Kochkreis. Sie wollten Gerichte ausprobieren, die sie von zu Hause kaum kannten. An ihre erste Lasagne erinnert sie sich besonders gut.

Stolz blickt Sabine auf ihre Gemüse-Lasagne, die sie selbst zubereitet hat.

Originalstimme (24 Sekunden)

Sabine erzählt…

Ich habe schon immer gerne gekocht und gebacken. Mit etwa 15 habe ich angefangen, Torten und Kuchen zu backen, Zimtschnecken und meinen ersten Hefeteig. Wir standen oft stundenlang in der Küche und haben experimentiert.

Das war Anfang der Achtzigerjahre in Neu-Isenburg, südlich von Frankfurt. Mein damaliger Freund und ich hatten mit ein paar Freunden die Idee, einen Kochkreis zu gründen. Wir waren drei Pärchen, manchmal vier. Alle ungefähr 16 oder 17 Jahre alt. Wir überlegten, bei wem gerade die Küche frei war, und trafen uns dort zum Kochen.

Wir waren neugierig auf Gerichte, die bei unseren Eltern nicht auf dem Tisch standen. Meine Mutter hat gut gekocht: Kartoffelpuffer mit Apfelmus, Sauerkraut mit Rippchen, Kartoffelsalat und Frankfurter Würstchen. Sie hat auch einen wunderbaren Fleischsalat gemacht.

Aber wir wollten andere Kräuter und Gewürze kennenlernen, eine andere Art zu kochen.

In der Realschule hatte ich Kochunterricht gehabt. Dort haben wir eher klassische Sachen gekocht und Gugelhupf oder Marmorkuchen gebacken. Im Gymnasium gab es dann keinen Kochunterricht mehr, nicht einmal eine Küche.

Unser Kochkreis war unsere eigene Idee.Wir haben immer ziemlich aufwendig gekocht, oft vier oder fünf Gänge. Ich weiss noch, dass es nach der Lasagne eine Zabaglione gab. Die kannten wir vom Italiener und fanden sie aufregend.

Für manche Zutaten mussten wir damals wohl noch in einen Delikatessladen gehen. Mozzarella zum Beispiel gab es nicht einfach überall.

Für die Lasagne hatten wir in Kochbüchern nachgelesen. Wir kochten eine Hackfleischsosse mit Tomaten, Kräutern, Zwiebeln und Knoblauch und dazu eine Béchamelsosse. Dann schichteten wir alles mit den gekauften Nudelplatten in die Form. Oben kamen Mozzarella und Parmesan drauf.

Nach etwa 40 Minuten holten wir die Lasagne aus dem Ofen. Sie sah gut aus, aber die Nudeln waren noch hart. Wir hatten nicht gewusst, dass man diese Platten vorher kochen musste.

Gegessen haben wir die Lasagne trotzdem. Wir nahmen die Nudeln heraus und assen das, was dazwischen war. Das hat gut geschmeckt. Nur die Nudeln konnte man wirklich nicht essen.

Nach dem Essen gingen wir oft noch spazieren. Unsere Menüs waren meistens ziemlich mächtig.

Meine Mutter liess uns in der Küche machen. Die Eltern sagten: Ihr könnt heute Abend das Haus und die Küche benutzen. Macht einfach. Für die Zutaten gaben sie uns Geld, manches bezahlten wir auch vom Taschengeld. Dass wir diesen Raum bekommen haben, war für mich das Wichtigste. Darin konnten wir Dinge ausprobieren.

Später machte meine Mutter auch Pizza selbst, nachdem wir die ersten Pizzen nach Hause gebracht hatten. Und irgendwann gab es bei uns an Weihnachten Lasagne. Sie hatte das bisherige Weihnachtsessen abgelöst.

Meine Mutter hat mir die Freude am Kochen mitgegeben. Sie war selbst neugierig und liess mich ausprobieren. Heute kocht mein Sohn gerne, und meine beiden Töchter kochen auch gut. Ich glaube, so geht das weiter.

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