Elias und Thomas backen ein Ramequin
kk
Gemeinsam kochen am Holzherd – mit Brot, Käse und viel Zeit
Kochen, Feuer und Zeit miteinander teilen
Ein altes Rezept aus der Westschweiz, ein zweihundertjähriges Haus und ein Holzherd, der noch täglich in Betrieb ist.
Für Elias und Thomas ist das Ramequin mehr als ein einfaches Käsegericht. Es ist ein Anlass, gemeinsam Zeit in der Küche zu verbringen, das Feuer zu pflegen und eine Kochtradition weiterzuführen, die vielerorts verschwunden ist.

Sind scho meh so traditionelli Chuchi wo mir mached. Also mir mached nüt exotisches. Sind meistens, ja, brötleti Haröpfelrötschti miteme Stuck Fleisch und Teigware oder mit Risch dezue oder so Sache. Und eben mir hänt au so Eitopfgricht no gern, darum mached mir eich no öfter so Eitopfgricht, wo mer alles zäme mischled.
Thomas und Elias
Elias und Thomas erzählen…
Ramequin ist eigentlich ein ganz einfaches Gericht: Brot, Käse, etwas Rahm und eine Sauce dazu. Entdeckt haben wir das Rezept in einem alten Kochbuch vom Flohmarkt. Es stammt aus der Westschweiz und war früher ein typisches Bauerngericht. Brot und Käse hatte man fast immer im Haus, und beides liess sich gut aufbewahren.
Zu Brot und Käse haben wir beide seit der Kindheit einen Bezug. Käse und Brot gehörten auf den Bauernhöfen einfach dazu. Das Ramequin erinnert uns auch an ähnliche Gerichte aus der Ostschweiz, bei denen Brot, Käse und Rahm eine wichtige Rolle spielen.
Fast wichtiger als das Rezept selbst ist für uns aber die Art, wie wir kochen. In unserem rund zweihundertjährigen Haus steht ein alter Holzherd, und auf dem wird noch heute gekocht. Im Winter bringt er Wärme in die Küche, aber er schafft auch etwas anderes: Man nimmt sich Zeit. Einer schaut zum Feuer, der andere bereitet die Zutaten vor, später wird gewechselt. Das Kochen wird zu einer gemeinsamen Tätigkeit und nicht einfach zu etwas, das schnell erledigt werden muss.
Unsere Wege zu dieser Art des Kochens waren unterschiedlich. Einer von uns ist mit dem Holzherd aufgewachsen, der andere kannte ihn nur von den Bauernhöfen in der Nachbarschaft. Heute verbindet uns die Freude an dieser alten Art des Kochens. Das Feuer, der Geruch des Holzes, die Wärme und das Wissen, wie man die Hitze lenkt – all das hat etwas Ursprüngliches.
Wenn wir heute ein Ramequin zubereiten, geht es deshalb nicht nur um das Essen. Es geht um das gemeinsame Arbeiten, um die Zeit miteinander und um eine Art des Kochens, die eng mit dem Haus und seiner Geschichte verbunden ist.








