Heidi macht Ofengemüse mit Poulet
kk
Kochen lernt man nicht auf einmal – sondern mit der Zeit.
Mit der Zeit wird Kochen zur Freude.
Heidi erinnert sich an eine Kindheit, in der fürs Kochen kaum Zeit blieb.
Aus kleinen Missgeschicken wurden Erfahrungen – und aus Pflicht wurde mit den Jahren echte Freude.
Erst mit der eigenen Familie lernte sie, täglich am Herd zu stehen. Heute kocht sie mit Freude, viel Erfahrung und einer guten Portion Improvisation.

Originalstimme (38 Sekunden)
Kochen lernt man ein Leben lang.
Als Kind hätte ich so gerne mehr mit meiner Mutter oder meiner Grossmutter gekocht. Aber das war damals einfach nicht drin. Meine Grossmutter hatte eine riesige Familie mit über achtzig Enkeln – da war ich halt eine von vielen. Und meine Mutter? Die konnte wunderbar kochen, aber sie hatte schlicht keine Zeit. Wir hatten eine Hühnerfarm, dazu Hunderte Brombeerstöcke, vier Kinder – und natürlich keine Abwaschmaschine. Die waren wir selber.
Richtig kochen gelernt habe ich erst, als ich meine eigene Familie hatte. Am Anfang war das schon eine Herausforderung. Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Knöpfli. Ich habe alles stehen lassen und gedacht, ich putze die Pfanne später. Als ich zurückkam, war alles hart wie Beton. Ich wusste einfach nicht, dass man das zuerst einweichen muss. Solche Dinge lernt man eben nur, wenn man sie einmal falsch macht.
Ich habe viel gefragt, zugehört und mir Tipps gemerkt. Kochsendungen gab es damals ja noch keine. Auch bei den getrockneten Steinpilzen musste ich erst lernen, dass man sie vorher einweichen sollte – das habe ich an einem Abend ziemlich deutlich gemerkt.
Heute koche ich richtig gern. Ich finde, wenn man jeden Tag für die Familie am Herd steht, dann darf das auch Freude machen. Oft schaue ich einfach in den Kühlschrank und überlege mir, was sich daraus zaubern lässt. Das hat fast etwas Kreatives.
Mein Ofengemüse mit Poulet passt genau dazu. Ich nehme einfach das Gemüse, das gerade da ist, würze alles mit Rosmarin und Salbei und lasse es im Ofen garen. Das Schöne daran ist: Ich kann alles vorbereiten und habe dann Zeit für meine Gäste. Denn am wichtigsten ist für mich nicht nur das Essen – sondern die Menschen, die mit mir am Tisch sitzen.








