Elsbeth kocht Papet vaudois

kk

Lauch, Kartoffeln, Saucisson und eine alte Erinnerung aus Vevey.


Elsbeth kocht Papet vaudois

Einführung

Elsbeth hat dieses Gericht in den Siebzigern gelernt – als Au-pair in Vevey.
Seitdem gehört Papet vaudois zu ihrer Küche.
Ein einfaches Gericht aus Lauch, Kartoffeln und Saucisson –
verwurzelt in der Waadtländer Tradition.

Eine Frau steht in einer Küche und hält eine Platte mit Papet Vaudois vor sich.

Hier kommt ein Zitat

Elsbeth

Elsbeth erzählt


Ich kannte Papet vaudois von zu Hause überhaupt nicht.
Gelernt habe ich es in den Siebzigern, als ich als Au-pair in Vevey war. 

Ich lebte dort bei einer Familie mit drei Kindern. Morgens habe ich das Frühstück gemacht, Znüni gerichtet, und am Mittag kamen die Kinder wieder nach Hause zum Essen. Dann musste ich kochen – manchmal mit Hilfe, manchmal einfach allein. 

Das Papet hat zuerst Monsieur gekocht. Er sagte, ich solle gut zuschauen, dann könne ich es beim nächsten Mal selber machen. Seine Frau kannte das Gericht auch nicht, sie war ursprünglich aus dem Iran. Aber er hat es geliebt, besonders im Winter gab es das immer wieder. 

Für mich ist es bis heute ein Erinnerungsgericht geblieben. Ich habe es später auch für meine Familie gekocht. Die Kinder mochten anfangs vor allem die Wurst – das Gemüse weniger. Heute essen sie alles gern. 

Es ist ein einfaches, eher deftiges Gericht: Lauch, Kartoffeln, etwas Rahm, Weisswein und Bouillon. Dazu die Saucisson, die nicht kochen darf, sondern nur ziehen. 

Und dazu trinkt man am besten den gleichen Wein, mit dem man kocht – einen Chasselas. Die Rebberge lagen damals gleich in der Nähe. – Epesses, Dézaley. Gute Lage

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